Notizen
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Aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen und Gespräche
mit Filmschaffenden und Medienfachleuten stehen im Mittelpunkt des
Fernsehworkshops Entwicklungspolitik vom 23. bis 26. Mai 2013 im Haus am
Dom in Frankfurt/M. Zum siebten Mal entscheidet dabei eine Jury über den
Eine-Welt-Filmpreis NRW, der von der Ministerin für Bundesangelegenheiten,
Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen vergeben wird. Mit dem
Preis werden die Arbeiten von Autorinnen und Autoren gewürdigt, deren
Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch
Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen. Ignacio del Valle und die Band Resistencia d´ Mexico Auf ihrer Rundreise durch
Europa, die Türkei und Kurdistan kommen Ignacio „Nacho“ del Valle und die
Band Resistencia d' Mexico auch nach Deutschland. Im Mai 2006 wurde Nacho
wegen des Widerstandes gegen den neuen Flughafen von Mexiko-Stadt in
Atenco gemeinsam mit vielen anderen verhaftet, gefoltert und zu über 100
Jahren Gefängnis verurteilt. 2010 hob das Oberste Gericht das Urteil auf
und sprach ihn aus Mangel an Beweisen frei. Seitdem engagiert sich Nacho
in sozialen Kämpfen und ist Teil der „Anderen Kampagne“.
Veranstaltungsrundreise zur Kooperative In
Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas, experimentiert
der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit
Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Cooperativistas betreiben
Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung
und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im
Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer
wieder alles in Frage. Alles wird ständig in Versammlungen gemeinsam
besprochen. Mit diesen Prinzipien ist es ihnen gelungen, die übliche
Bürokratisierung langlebiger Großprojekte zu vermeiden. Count-Down am Xingu III
Der neue Film „Count-Down am Xingu III“ beschreibt den andauernden
Widerstand gegen das drittgrößte Staudammprojekt der Welt, Belo Monte.
Damit setzen der Filmemacher Martin Keßler und sein Team die
dokumentarische Langzeitbeobachtung fort, die sie 2009 begonnen haben. Sie
werden im Januar 2013 Zeugen, wie Indigene eine Straße blockieren und 30
Busse in ihre Gewalt bringen, aus Protest gegen den staatseigenen
Energiekonzern Norte Energia, der am Fluss Xingu den Staudamm Belo Monte
errichten lässt. 600 qkm Urwald werden dafür gerodet, 40 000 Menschen
umgesiedelt. Der Film berichtet von fortgesetzten Aktionen der Indigenen.
Das Team ist mit Bischof Kräutler und Antonia Melo von der Bürgerbewegung
Xingu vivo unterwegs, spricht mit Staatsanwälten und berichtet vom
Aufstand Tausender Bauarbeiter und reist direkt vom Xingu ins verschneite
Deutschland, zur Hauptversammlung des Siemenskonzerns, der gemeinsam mit
österreichischen und französischen Firmen die Turbinen für Belo Monte
liefert. Eine spannende Reportage auf der Suche nach den Hintergründen für
die anhaltende Zerstörung des Amazonasurwaldes und die weitere Vertreibung
der Indigenen. Agrosprit aus Zuckerrohr in Nicaragua Das Informationsbüro Nicaragua lädt am 8./9. Juni zu
einem Vernetzungstreffen der Gruppen ein, die zum Thema Agrosprit und
Zuckerrohr arbeiten. Mexiko-Seminar Die deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, das
Allerweltshaus Köln, das Welthaus Bielefeld, Promovio e.V. und Carea e.V.
laden zum Seminar: Anmeldung und weitere Infos unter: barbara.schuetz@welthaus.de Kolumbien Das theaterpädagogische Projekt des zivilen
Friedensdienstes, die Corporación Jurídica Libertad und das künstlerische
Kollektiv Barracuda Carmela (Kolumbien) präsentieren das Stück
„Wiedergutmachung: Innehalten, um weitergehen zu können…“ Solidaritätsbrigade nach Nicaragua 2013
Das Infobüro Nicaragua und das Ökumenische Büro für Frieden und
Gerechtigkeit organisieren dieses Jahr wieder gemeinsam eine Solibrigade
nach Nicaragua. Im August/September fahren wir mit einer Gruppe von 10-15
Leuten, die Einblicke in den Alltag in Nicaragua erlangen, sich
austauschen, Informationen sammeln und Menschen aus Basisorganisationen
kennenlernen wollen, nach Matagalpa/Nicaragua. Weitere Infos: www.oeku-buero.de unter „Solidaritätsbrigaden“ |